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Hans Peter Haselsteiner, Vorstandschef der STRABAG: Ich bin für eine Verfassungsreform, die das Verhältnis zwischen Bund und Ländern neu regelt. Der wichtigste Punkt: Die gesetzgebende Kompetenz der Länder gehört abgeschafft. Dann könnten die Aufgaben von Bund und Ländern so definiert werden, dass sie sich nicht mehr gegenseitig behindern. Von den bei den Nationalratswahlen 2013 kandidierenden Parteien hat nur die neue Partei NEOS mit dem Vorsitzenden Matthias Strolz die Abschaffung der Landesgesetze als wichtige Voraussetzung für alle weiteren Schritte von Verwaltungsreformen erkannt, und daher auch den Ersatz der Landesgesetze durch Bundesgesetze im Parteiprogramm.

Erläuterung der Fragestellung

Die Frage ist so gemeint, dass nur alle Landesgesetze abgeschafft werden sollen, nicht jedoch die Bundesländer oder Landtage, da sonst die Realisierung noch viel schwieriger wäre. Die Vorteilhaftigkeit der Abschaffung der Landesgesetze ist jedoch so klar, dass diese sofort begonnen werden könnte und müsste. Je mehr (neue) Parteien dafür Wählerzustimmung bekommen, umso mehr politischer Druck entsteht, dass letztlich eine erforderliche Verfassungsmehrheit dafür immer realistischer erreichbar werden könnte. Eventuell könnte der bisher ohnehin oft angezweifelte Bundesrat gemeinsam mit Landesjuristen aller Bundesländer, die sofort von Aufgaben der Landeslegislative abzuziehen wären, mit dieser Aufgabe per Bundesgesetzesauftrag betraut werden. Da das Projekt sicher 10 Jahre dauern würde, würden die Juristen der Landeslegislative auch nicht arbeitslos, sondern könnten nach dem sehr langen Zeitraum der Landesgesetze-Umstellung langsam anderen volkswirtschaftlich sinnvolleren Aufgaben zugeführt werden.

Warum muss die OPÖ, NEOS, das Team Stronach oder eine der anderen neuen Parteien diese Forderung stellen?

Landesgesetze: Geldvernichtungsmaschinen von SPÖ+ÖVP

Landesgesetze: Geldvernichtungsmaschinen von SPÖ+ÖVP

Es gibt kein Landesgesetz, das irgendeinem Bürger mehr Nutzen bringen würde als ein gemeinsames Bundesgesetz zum gleichen Thema. Die Bürger werden durch dieses teure Hobby der bisherigen Parteien zur Versorgung ihrer Parteifreunde mit ca. 15 bis 25 Milliarden Euro pro Jahr belastet. Da die Abschaffung der Landesgesetze die bisherige Politik radikal zum Nutzen fast aller Bürger verändern würde, die bisherigen Politikerapparate aller Landtags- und Parlamentsparteien jedoch massive Nachteile hätten, kann dieses wichtige Bürgeranliegen, das klar mehrheitsfähig sein müsste, nur von einer neuen Partei betrieben und umgesetzt werden. Daher müsste dieses Vorhaben auch sehr gut geeignet sein, Wähler für eine neue Partei mit noch weniger Bekanntheit zu überzeugen und zu gewinnen.

Die Wähler dürfen bei Landtagswahlen Parteien nicht mehr wählen, welche diese Forderung nicht im Programm haben. Sollte sich an den aktuellen Programmen der bisherigen großen Parteien in den Landtagen nichts ändern, so darf man nur neue Parteien wählen, welche diese Forderung klar im Parteiprogramm haben. Das ist derzeit leider nur NEOS, jedoch auch nicht klar genug. Mit dem Einbringen dieser Forderung soll auch Druck auf die etablierten Parteien in diese Richtung entstehen, wenn nur Bürger dieses Anliegen unterstützen.

Was die bisherigen Parteien bisher an Bereitschaft zu Verwaltungsreformen geboten haben, ist aus Steuerzahlersicht schlicht und einfach „Nicht genügend“ und völlig unzumutbar und unwählbar.

Befürworter:

[WS.LG]: http://direkte-demokratie.wikispaces.com/Landesgesetze

  • Die Idee wurde vor Jahren erstmals von Ex-ÖVP-Landesrat Dr. Gerhard Hirschmann (Steiermark) veröffentlicht
  • Ex-RH-Präsident Dr. Franz Fiedler
  • STRABAG-Chef Hans-Peter Haselsteiner
  • Abschaffung der Landesgesetzgebung ist im Mai 2013 als einziger Partei
    nur bei NEOS im Wahlprogramm
  • Peter Kostelka (SPÖ): Die Stärke der Bundesländer liegt in der Vollziehung der Bundesgesetze (70% werden in weitgehender Autonomie vollzogen). Dieser Vollzugsföderalismus könnte im Zuge der Bundesstaatsreform sogar noch vergrößert werden, Details dazu siehe [WS.LG] .
  • Der Grazer Universitätsprofessor Hannes Pichler schlug die Ersetzung der neun Landesparlamente durch einen gemeinsamen „Generallandtag“ vor. In diesem Modell würden die Länder ihre jetzigen Kompetenzen behalten, diese aber gemeinsam ausüben. Anstatt neun Jugendschutzgesetze würde der Generallandtag also ein „Landesjugendschutzgesetz“ für alle Länder (mit allfälligen Sonderbestimmungen für einzelne Länder) beschließen. Außerdem kämen ihm die Aufgaben des bisherigen Bundesrates zu; Der Vorteil einer solchen Struktur wäre eine Vereinheitlichung der verschiedenen Landesgesetze und die Möglichkeit, länderübergreifende Planungen vorzunehmen. Details dazu siehe [WS.LG] .
  • Univ. Prof. Dr. Martin Polaschek vom Institut für Europäische und vergleichende Rechtsgeschichte der Universität Graz: Es stellt sich die Frage, welche Aufgaben den Landtagen in Hinkunft bleiben werden, bzw. sogar ob der Aufwand für die neunfache Schaffung solcher Ausführungsgesetze überhaupt gerechtfertigt ist, Details dazu siehe [WS.LG] .

Warum ist die Abschaffung der Landesgesetze wichtig für die Österreicher?

Landesgesetze statt Bundesgesetzen bedeuten mehr Gerechtigkeit und weniger Bürokratie und erschweren politische Willkürakte wie die Vorgänge um die Hype Alpe Adria des Ex-Landeshauptmannes Jörg Haider, welche den Österreichern ein 16 Milliarden teures Debakel bescherte. da Landesgesetze nicht den Bürgern dienen, sondern nur den Politikern selbst, ihren Funktionären und ihren Parteigängern, welche damit durch völlig sinnlose Verwaltungs-Mehrgleisigkeiten völlig unnötige Steuerbelastungen der Österreicher in Milliardenhöhe bewirken.

Landesgesetze regeln ungerechten Pflegeregress in OÖ.

Ein Beispiel für Ungerechtigkeit und Willkür durch Landesgesetze ist der Pflegeregress in den Bundesländern Oberösterreich und Steiermark, der für Angehörige von Demenzerkrankten in diesen beiden Bundesländern neben dem menschlichen Leid eine enorme finanzielle Bedrohung darstellt:

http://pol.referata.com/wiki/Pflegeregress

Landesgesetze als Basis für Postenschacher:

4.9.12 | DiePresse.com | NÖ: Grüne zeigen Landesschulinspektorin an

Grünen-Bildungssprecher Harald Walser ortete ein „politisches Spitzelsystem“ an Bundesschulen in Niederösterreich. Angeblich sollte eine „interne (politische) Informationskette“ zu Landeschef Erwin Pröll eingerichtet werden. Als Beleg dafür legte er im Sept. 2012 bei einer Pressekonferenz ein E-Mail aus dem Jahr 2006 vor, in dem eine Landesschulinspektorin mehrere Schuldirektoren aufgefordert haben soll, eine „interne (politische) Informationskette“ zu Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) einzurichten. Dabei handelt es sich laut Walser jedoch nicht um einen Einzelfall: „Es ist klar, dass es sich hier um ein System handelt. „System gezielter Bespitzelung“. Walser spricht von einem „System gezielter Bespitzelung“ in Niederösterreich, in dem Methoden eingesetzt würden, „wie wir sie in vergangenen Zeiten von der Stasi gewohnt sind“. An den Schulen „herrscht ein Gefühl des Drucks, der Bespitzelung, der Angst“. Das gebe es zwar auch in anderen Bundesländern, Niederösterreich sei allerdings zum „Synonym für Postenschacher und Parteiproporz“ geworden.

Demokratiemissbrauch durch die FPK im August 2012

24.8.12 | derStandard.at |FPK verhindert erneut Neuwahlantrag im Landtag

Bei einer Sondersitzung des Kärntner Landtags im August 2012 blockierte die FPK-Fraktion erneut einen Neuwahlbeschluss: Auch diesmal verließ wieder ein Abgeordneter nach dem anderen den Raum, bevor es zur Abstimmung kam. Zuvor war stundenlang über den einzigen Tagesordnungspunkt, die Auflösung des Landtags, debattiert worden. ÖVP, SPÖ und Grüne orteten darin ein reines Ablenkungsmanöver. „Sie haben damit die Demokratie mit Füßen getreten und demokratische Mehrheiten ignoriert“, sagte SP-Klubchef Reinhart Rohr.
Demo gegen FPK-Blockade: Die Forderung nach Neuwahlen beschäftigte nicht nur den Landtag, auch Demonstranten sind an einem Donnerstagnachmittag für möglichst rasche Landtagswahlen eingetreten. Etwa 800 bis 1000 Menschen (laut den Veranstaltern, der Plattform „Neuwahlen jetzt“, waren es bis zu 2000) marschierten lautstark von der Landesregierung zum Alten Platz. Für die nächste Landtagssitzung brachte die Opposition einen neuen Antrag ein, der der FPK einen erneuten Auszug erschweren dürfte: Im Antrag ging es als ersten Punkt um die Auflösung des Landtags und als zweiten Punkt um eine Änderung der Landesverfassung, womit man das Zweidrittelquorum für die Landtagsauflösung abschaffen will.

Behinderung der Gesundheitsreform 2013 durch die Länder

Gemäß Parlamentskorrespondenz Nr. 338 vom 26.04.2013 meinte Abgeordneter Robert LUGAR (Team Stronach), der Gesundheitsbereich sei seit Jahrzehnten eine der großen Baustellen der Republik. Der Minister selbst habe eine Studie in Auftrag gegeben, welche die Probleme des Gesundheitssektors und der Gefährdung seiner langfristigen Versorgung genau benenne. Das Ministerium habe, genauso wie der Rechnungshof, die Probleme zwar erkannt, schaffe es aber nicht, diese zu lösen. Österreich habe leider kein gutes Gesundheitssystem, da zu viel Geld ineffektiv ausgegeben werde. Diese Reform setze nicht beim Grundproblem an. Sie nehme das Gesundheitssystem nicht aus der Hand der Länder, sondern schaffe zusätzliche Verwaltungsebenen und nenne das eine Reform. Um zu wissen, was schief laufe, brauche man aber keine zusätzlichen Kommissionen, meinte Lugar. Außerdem brauche man die Bündelung der Kompetenzen beim Bund. Er wünsche sich hier mehr Mut des Ministers, schloss Lugar.

Grüne: Länder haben zu viele Kompetenzen bei Gesundheitsreform 2013

Die Grünen würden der Reform zwar zustimmen, aber ohne große Euphorie, kündigte Abgeordneter Kurt GRÜNEWALD (G) an. Die anhaltende Misere liege in den zu weit gefassten Kompetenzen der Länder und auch in der unscharfe Grenzziehung zwischen Gesundheits- und Sozialbereichen. Es sei sicher gut, diese Reform einmal irgendwo zu beginnen, aber es müsse weiter sehr genau beobachtet werden, ob die nun vereinbarten Ziele tatsächlich erreicht werden. Viele der geplanten 15a-Vereinbarungen seien aus seiner Sicht eine Abart der Korruption, da die Länder sich ihre Zustimmung um Millionen abkaufen lassen.

Welche milliardenteuren Willkürakte wären vermeidbar?

Lesen Sie dazu ganz konkrete reale Beispiele des politischen Totalversagens der bisherigen Großparteien in http://kooperative.mitte.at.tf/home/neue-Partei-warum , welche die meisten Österreicher bei den Wahlen allzu rasch immer wieder vergessen. Sie werden getäuscht durch von den wirklichen Problemen ablenkende Wahlprogramme, die leider die allerwichtigsten Themen und Maßnahmen allzu oft ausklammern.

16 Milliarden Schaden durch Land Kärnten bei Hypo Alpe Adria

Die aktuelle Landesgesetzgebung gewährte Ex-Landeshauptmann Haider Narrenfreiheit, indem er nicht daran gehindert wurde, für die Hypo Alpe Adria zur Versorgung seiner Parteifreunde ein Vielfaches an Haftungen des Landes einzugehen, als es die jährlichen Steuereinnehmen des Landes Kärnten zugelassen hätten. Die Folge war ein Milliardendebakel, für das nicht nur die Kärntner, sondern alle österreichischen Steuerzahler viele Jahre lang bezahlen müssen.

16 Milliarden Euro – würde eine kurzfristige Zerschlagung der im Dezember 2009 notverstaatlichten Kärntner Hypo Alpe-Adria-Bank laut einem Dossier der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) verursachen.

14 Mrd. Euro davon würden die Republik Österreich belasten. In einem Anfang April 2013 bekannt gewordenen Arbeitspapier des Finanzministeriums hatte die Hypo ausgerechnet, dass eine rasche Abwicklung 4,4 Mrd. Euro Schaden verursachen würde, die zehn Mrd. Euro des „Abbau-Teils“ der Bank kämen noch dazu.

Föderalismus verursacht weltweit die 2.höchsten Parteiabgaben

Die Parteienförderung kostet nach der Reform 2013 rund 20 Millionen Euro mehr. Österreich leistet sich damit fast das teuerste Parteiensystem der Welt. Weltweit befindet sich Österreich laut Berechnungen des deutschen Politologen Karl-Heinz Naßmacher nach Japan auf dem zweiten Platz. Die Berechnung stammt aus dem Jahr 2004, Naßmacher ist sich aber sicher, dass das Niveau gehalten wurde. Auffällig sei, dass es in Deutschland nur eine Bundes-, in Österreich aber auch noch eine Landesförderung gebe, sagt er. Innerhalb der EU-Staaten ist Österreich ungeschlagen die Nummer eins bei der Parteienförderung.

Warum Österreich Spitzenreiter ist, erklärt er einerseits damit, dass die heimischen Parteien das ganze Jahr über werben. An den Kosten ändere auch nichts, dass sich die Werbung immer mehr auf das (kostengünstigere) Internet verlagere. Es werden zwar die neuen Medien genutzt, die alten aber nicht aufgegeben, sagt er: „Die Verschiebung wird nur sehr schleppend vollzogen.“

Ein weiterer Grund für die hohen Kosten sei der extrem hohe Personalaufwand der Parteien. Die Parteiapparate in Österreich seien unverhältnismäßig groß.

Das österreichische Parteienförderungssystem muss an das deutsche System angepasst werden: Jeder Wahlberechtigte Österreichs zahlt jährlich 30,8 Euro an Parteien und Parlamentsklubs, insgesamt sind das 195,3 Millionen Euro. In Deutschland gab es zuletzt bei mehr als 62 Millionen Wahlberechtigten lediglich 150 Millionen Euro Parteienförderung – also pro Wahlberechtigtem nur 2,4 Euro.

Länder haben keine Lust auf Kontrolle

Allerorten ist nach den diversen Finanzskandalen der vergangenen Jahre von mehr Kontrolle in der öffentlichen Verwaltung die Rede. Wenn es dann aber einmal ernst wird, geht die Kontrolllust schnell verloren. Bereits 2010 wurde von Bundesseite den Landesrechnungshöfen die Möglichkeit eingeräumt, Gemeinden unter 10.000 Einwohnern zu prüfen. Allerdings müsste das jeweilige Land dazu die Freigabe erteilen. Passiert ist seither kaum etwas, gerade einmal zwei Prüfungen wurden bisher in die Wege geleitet.

In Niederösterreich und im Burgenland lehnt man sich noch zurück: In Niederösterreich darf der Landesrechnungshof Gemeinden unter 10.000 Einwohnern bloß als „externer Gutachter“ auf Ersuchen der Landesregierung prüfen. Die „noch ausbaufähige“ Regelung wurde im April 2012 in die Landesverfassung aufgenommen, bisher aber nicht angewendet, wie Landesrechnungshof-Direktorin Edith Goldeband der APA sagte.

Parteienfinanzierung in der Landespolitik

Kurier (15.9.12): Jörg Haider schlug beim Verkauf von Schloss Reifnitz Bares heraus. Der Bericht der Korruptionsstaatsanwaltschaft liegt bei der Oberstaatsanwaltschaft und ist ein Erklärungsstück dafür, wie das System Haider funktionierte. Wie der verstorbene Landeshauptmann Jörg Haider Druck ausübte, um die Parteikasse zu füllen. Und warum gezahlt wurde. Um das System zu veranschaulichen, wurde im Verfahren sogar über „Schutzgeld“ gesprochen. Finanzreferent der Kärntner Freiheitlichen war damals der heutige Landeshauptmann Gerhard Dörfler.

Wenn von Schutzgeld gesprochen wird, assoziiert dies der Bürger mit mafiösen Verhältnissen. Die aktuelle Verfassung sah in den Landesgesetzen keine Maßnahmen vor, um mit Schutzgeld agierenden Landespolitikern von solchen staatsfeindlichen Handlungsweisen abzuhalten. Der Bundesrat und die Bundesländer haben kein Reglement, sich gegenseitig ausreichend zu kontrollieren.

Salzburger Spekulationsskandal: 340 Mio. € Schaden

Der Salzburger Spekulationsskandal, auch Salzburger Finanzskandal genannt, wurde im Dezember 2012 bekannt. Spekulative Finanzveranlagungen des österreichischen Bundeslandes Salzburg durch ein völlig unzureichendes unprofessionelles Finanzmanagement mit fehlender Kontrolle durch überforderte nicht ausreichend qualifizierte Landespolitiker mehrerer Parteien sollen einen Schaden in Höhe von 340 Millionen Euro verursacht haben. Landeshauptfrau Gabi Burgstaller war nach Bekanntwerden um konsequente Aufklärung der Vorgänge bemüht, hat jedoch bis April 2013 leider (noch) nicht den Ersatz aller Landesgesetze durch Bundesgesetze als absolut notwendige Maßnahme erkannt. Im April 2013 stellte der Rechtswissenschafter Meinhard Lukas in einem Gutachten fest, dass durch die Auflösung des lange Zeit nicht öffentlich bekannten „Schattenportfolios“ im letzten Quartal des Jahres 2012 Verluste von etwa 205 Millionen Euro realisiert wurden. Bei der Auflösung der Derivate sei unprofessionell und mit mangelnder Sorgfalt vorgegangen worden, so Lukas. Die deutsche Wirtschaftszeitung Handelsblatt bezeichnete die Salzburger Finanzgeschäfte als „Schneeballsystem“.

Im September 2008 warnten Bankvertreter den Politiker vor Verlusten bei Zinsswap-Geschäften. Im Juli 2009 tadelte der Rechnungshof die untersuchten Derivatgeschäfte von 2002 bis 2007 und empfahl, die Risiken deutlich zu senken.  Staatsanwaltliche Ermittlungen werden 2013 von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien durchgeführt.  Kritik wurde auch an der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) geäußert, die zwar das Land Salzburg mit Krediten in Höhe von 1,7 Milliarden Euro ausgestattet hat, obwohl das Salzburger Landesdefizit nur rund 700 Millionen Euro beträgt, und dann die Verwendung der Mittel nicht kontrolliert haben soll. Der Chef der ÖBFA, Klaus Kumpfmüller, erklärte dazu, seine Agentur habe keine Befugnis, als Kontroll- oder Aufsichtsorgan der Länder tätig zu werden. Im Übrigen hätten auch die dazu befugten Institutionen, Bundes- und Landesrechnungshof sowie Staatsschuldenausschuss und der Finanzbeirat des Landes Salzburg keine Kenntnis von den Spekulationsgeschäften erlangt.

Dass derartige Missstände möglich waren, muss in Zukunft durch Ersatz der unzureichenden 9 verschiedenen Landesgesetze durch einheitliche und professionelle Bundesgesetze verhindert werden. Der Bundesrechnungshof muss mehr Kompetenzen gegenüber willkürlich und unqualifiziert agierenden Landespolitikern bekommen, damit nicht Steuerzahler anderer Bundesländer für den dadurch verursachten Schaden aufkommen müssen.

Die ÖBFA muss ermächtigt werden, als Kontroll- oder Aufsichtsorgan der Länder tätig zu werden. Auch Gemeinden unter 10000 Einwohnern müssen bundesweit einheitlich von den Landesrechnungshöfen geprüft werden. Das alles muss in Zukunft in Bundesgesetzen geregelt werden.

Jene 2 Bundesländer (derzeit NÖ mit ÖVP-Landeshauptmann Erwin Pröll +Kärnten mit FPÖ-Landeshauptmann Gerhard Dörfler) , deren Pro-Kopf-Verschuldung am höchsten ist, müssen alle Budgetmaßnahmen vom Finanzministerium, der ÖBFA und dem Rechnungshof genehmigen lassen, wenn die Schulden nicht um zumindest 1% / Jahr reduziert werden.

Was können Sie als einzelner Österreicher tun?

  • Stimmen Sie für diese wichtige Maßnahme hier ab und auch bei folgenden beiden Internet-Umfragen, um sichtbare Signale zu setzen, dass sich die Österreicher diese politischen Fehlleistungen nicht mehr weiter bieten lassen:
  • http://www.opoe.at/ideen/voting-49
  • http://abstimmung.fuer.austria.at.tf/
  • Sollten Sie andere Möglichkeiten finden, wo man für dieses wichtige Anliegen, wogegen sich alle etablierten Parteiapparate bisher durch Totschweigen wehrten, abstimmen kann, engagieren Sie sich dafür, im Internet darüber zu informieren!
  • Achten Sie bei jeder Landtagswahl bzw. Landeswahl und bei der Nationalratswahl genau auf die Inhalte der Parteiprogramme und Wahlprogramme!
  • Wenn eine Partei den Ersatz der Landesgesetze nicht oder halbherziger als (eine) andere Partei(en) im Wahlprogramm hat, dann wählen Sie lieber ungültig, als eine jener Parteien zu wählen, die immer noch nicht begriffen haben, was Österreich ganz dringend braucht, und welche immer noch für ihre Funktionäre und ihr nahestehende Parteigänger Minderheitenpolitik bzw. Klientelpolitik machen statt Politik für die Mehrheit der Wähler. Dieses Thema hat von der Auswirkung in Milliarden Euro jedes Jahr auf Landesebene eine deutlich höhere Priorität als fast alle anderen innerösterreichischen politischen Themen.
  • Es würde auch dazu beitragen viele einzelne andere Missstände mit zu erledigen und den Weg frei zu machen für weitere konkrete Schritte in Richtung dringend notwendiger Verwaltungsreformen.
  • Es gibt jedoch auch noch etliche andere Themen, welche wie die in der EU jedes Jahr 1000 Mrd. Schaden anrichtende Steuerhinterziehung der Superreichen auch sehr wesentlich sind. Auf Landesebene hat das Thema „Ersatz der Landesgesetze durch Bundesgesetze“ jedoch Priorität, trotzdem wird es von den Parteien völlig totgeschwiegen.
  • Achten Sie genauer auf die Inhalte der Wahlprogramme und verabschieden Sie sich davon, sich von der bisher gewählten Partei weiter zum Stimmvieh degradieren zu lassen.
  • Lassen Sie sich nicht mehr von guter Rhetorik, Sympathie, der Anzahl der Wahlplakate, welche Nebenthemen statt der wesentlichen Themen fokussieren, auch vom persönlichen Einsatz der wahlwerbenden Parteien und ihrer Spitzenkandidaten dazu verleiten, inhaltliche schwerwiegende Defizite in den Wahlprogrammen zu verzeihen!
  • Richten sie Ihre Wahlentscheidung nicht mehr nach diesen Ablenkungsstrategien, statt nach den Inhalten aus. Seien Sie inhaltlich kritisch und fordernd! Die bisher angerichteten Schäden sind groß genug. Eine Fortsetzung der bisherigen politischen Fehlleistungen können wir uns nicht mehr leisten!
  • Geben Sie den Link zu dieser Umfrage in sozialen Netzwerken im Internet wie Facebook, Twitter, auf Ihrem Internet-Blog oder in anderen Internet-Foren und in Ihrem Bekanntenkreis weiter. Informieren Sie andere darüber!
  • Ich bin überzeugt: wir sind nicht ganz den Politikern ausgeliefert. Bei entsprechend kritischem und konstruktivem Engagement der einzelnen Bürger können wir etwas verändern.
  • Wir müssen nur konsequent dafür eintreten und an die Politiker Signale setzen, was Sie konkret für uns Österreicher tun müssen, damit wir wieder zufriedener mit Ihnen sein können. Schimpfen und kritisieren alleine ist zu wenige. Konkrete Lösungswege aufzuzeigen und dafür zu kämpfen, ist das, was uns weiter bringt!

Zitate und Lebensweisheiten (auch) zu diesem Thema

  • Alle sagten: „Es geht nicht.“ Da kam einer, der das nicht wusste und tat es einfach.
  • Wer nicht auf der Strecke bleiben will, muss ab und zu vom Weg abweichen
  • „Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, „Wo kämen wir hin“, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge!“ (Kurt Martin)
  • „Es hat keinen Zweck, sich mit solchen zu beraten, die einem anderen Weg folgen!“ (Konfuzius)
  • Wer für Alles offen ist, ist meistens nicht ganz dicht!
  • „Sobald wir wollen, was wir bekommen, bekommen wir, was wir wollen.“ (Krishnananda)
  • „Statistik ist: Wenn der Jäger am Hasen einmal links und einmal rechts vorbeischießt, dann ist der Hase im Durchschnitt tot.“
  • „Tiefe und Schwere darf man nicht verwechseln.
    Was aus der Tiefe kommt ist leicht, wie könnte es sonst aufsteigen?“
  • „Und sie sägten an den Ästen, auf denen sie saßen und schrien sich zu ihre Erfahrungen, wie man besser sägen könne. Und fuhren mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen beim Sägen, schüttelten die Köpfe und sägten kräftig weiter.“ (Berthold Brecht)
  • „Jedes Ding hat drei Seiten,
    eine Seite die Du siehst,
    eine Seite die ich sehe
    und eine Seite, die wir beide nicht sehen…“
    (Alte chinesische Weisheit)
  • „Das Leben ist wie Radfahren.
    Um das Gleichgewicht zu halten, muss man in Bewegung bleiben.“
    (Albert Einstein)
  • „Höre nicht auf das, was die anderen sagen.
    Geh hin und sieh selber.“ (Sprichwort aus China)
  • „Habe niemals Angst etwas Neues zu versuchen. Denke immer daran…Amateure bauten die Arche und Profis die Titanic!“
  • „Was auch immer geschieht: Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.“[Erich Kästner]
  •  „Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!“ (Greenpeace)
  • „Jede Sache birgt eine Gefahr und eine Chance. Es geht im Grunde darum, die Gefahr zu erkennen und die Chance zu nutzen…“ (Od*Chi)
  •  „Der ideale Tag wird nie kommen, der ideale Tag ist heute, wenn wir ihn dazu machen…“ (Horaz)
  •  „Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.“
  • „Die Wahrheit ist ein selten Kraut, noch seltener wer es gut verdaut …“ (Deutsches Sprichwort)
  • „In Ängsten findet so manches statt, was sonst nicht stattgefunden hat…“ (Wilhelm Busch)
  • „Nichts ist möglich, solange Du bangst. Alles ist möglich, jenseits der Angst!“
  • “Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um etwas zu bewirken, dann versuch mal zu schlafen, wenn ein Moskito im Zimmer ist…” (Der Dalai Lama)
  • „Handle stets so, dass die Anzahl der Möglichkeiten wächst.“
    (Heinz von Foerster)
  • „Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann: Der eine ist gestern und der andere morgen…“(Dalai Lama)
  • Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben. [Alexander von Humboldt, 1769 – 1859, deutscher Naturforscher und Entdecker]
  • „Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.“
  • „Ich wusste es ist unmöglich, darum tat ich es „
  • „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann…“
  • „Wenn alle Klugen nachgeben, wird die Welt von Dummen regiert…“
    (Bauer Blühschön)
  • „Wenn ich immer tun würde, was man von mir erwartet, dann würde irgendwann auf meinem Grabstein stehen: Mein Leben hat allen gefallen, nur mir nicht!“
  • „Alles was Du in dieser Welt brauchst sind verrückte Ideen und jemand, mit dem Du sie teilen kannst…“
  •  „Um zu sehen, was nur wenige gesehen haben, musst du dorthin gehen, wohin nur wenige gegangen sind.“ (Rumi)
  • „Verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist gar keins da!“ (Franz Kafka)
  • „Die Entfernung ist unwichtig. Nur der erste Schritt ist wichtig…“
    (Marquise du Deffant)
  • „Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ (Victor Hugo)
  • „Die Wahrheit hat nichts zu tun mit der Zahl der Leute, die von ihr überzeugt sind…“(Paul Claudel)
  • „Auch wenn alle einer Meinung sind, heißt das noch lange nicht, dass sie Recht haben.“ (Bertram Russel)
  •  „Und wenn tausende eine Dummheit sagen, dann bleibt es immer noch eine Dummheit!“
  • „Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat.“ (MARK TWAIN)
  • „Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut!“ (Lao-Tse)
  • „Hinter den Kulissen des Alltäglichen sind kleine Wunder versteckt, die auf glückliche Finder warten.“ (Hans Kruppa)
  • „Es ist eine Zeit, in der das Leben nicht ganz einfach, aber auch äußerst anregend ist.“ (Barbara Marciniak)
  • Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen…” (Friedrich Schiller)
  • „Wer Meinungsfreiheit haben möchte, muss erst mal eine eigene haben…“ (Heinrich Heine)
  • „In Deutschland (und Österreich) gilt der, der auf Schmutz hinweist, als viel gefährlicher, als derjenige, der den Schmutz macht!“ (Kurt Tucholsky)
  • „Ist es denn ein Unglück, in eine stürmische, brausende Zeit hineingeboren zu sein? Ist es nicht vielmehr ein Glück?“ (Hermann Hesse)
  • „Der schlimmste aller Fehler ist, sich keines solchen bewusst zu sein.“
    (Thomas Carlyle)
  • „Am schmutzigsten sind die, welche mit allen Wassern gewaschen sind.“ (Gerhard Kocher)
  • „Du weißt nie, welche Resultate Deine Aktionen erzielen, aber wenn Du nichts tust erzielst Du auch keine Resultate…“ (Mahatma Ghandi)
  • „In Dir muss brennen, was Du in anderen entzünden willst.“ (Augustinus)
  • „Das Problem mit der Welt ist, dass die intelligenten Menschen ständig zweifeln, während die Dummen voller Zuversicht sind.“ (Charles Bukowski)
  • Dummheit ist nicht wenig wissen, auch nicht wenig wissen wollen, Dummheit ist zu glauben, genug zu wissen. (Konfuzius)
  • „Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd!“ (Laotse)
  • „Wenn alles gegen Dich zu sein scheint, dann erinnere Dich, dass ein Flugzeug nur gegen den Wind abhebt und nicht mit dem Wind.“
  •  „Die Vernünftigen halten bloß durch, die Leidenschaftlichen leben.“
    (Sebastien Roch de Chamfort)
  • „Ein Schritt zusammen ist besser als ein Dauerlauf alleine.
    Aber schlimm ist ein Treten auf einer Stelle, mit wem auch immer.“
  •  „Kein Weg ist zu lang für den, der ohne Eile vorwärtsschreitet, und kein Ziel zu fern für den, der sich mit Geduld rüstet.“ [Jean de La Bruyère]